Dunkelmär


Schlafen, den ewigen Schlaf
Auf dem Boden des Meeres
Lichtlos, von Staub bedeckt
Jahrtausende lang
Träumen, den traumlosen Traum
Im verschlossenen Grab
Das kein Mensch je betrat
Den steinernen Sarkopharg
Von Jahreszeiten unberührt
Und alle Lilien sind verweht …

Nie wieder Grün, nie wieder Leben
Lass‘ mich vergessen, oh ewigliche Finsternis
Öffne Deinen großen alten Mund
Der alles einatmet damit es vergehe
Wie Riesen in verloschenen Galaxien
Deren Hände nie wieder tragen

Bring mich hin zu der Schwelle
An der die Seele aufhört zu wissen
Wie sie leidet
Ewig Nacht – Äonen zu mir
Lasst mich liegen, regungslos
Nicht lebendig
Lasst mich tauchen
Nicht in die roten Schwaden
Sondern tiefer und tiefer
In das urteilslose große Nichts
Den Schlund, der alles aufsaugt
Um in den tiefsten Wurzeln seiner Kuppeln
Wo Mißtrauen und Zwang
Nicht mehr ihre Hände über meinem Kopf halten
Zu sterben, nur ein einziges Mal
Und dann nie wieder
Für immer ruhend
Wo Geburt und Tod Eines sind.

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