Wisse meine Wurzeln


Siehst Du, was ich sehe?
Ist mein Fühlen Deinem Eins?
Bist Du gestiegen
Auf jeden der Berge
Den ich vor mir sah?

Sind Deine Füße in den gleichen Schuhen
Wund und weh geworden?
Hat Dich ergriffen
Was mich ergriffen hat?

Bist Du durch Höllen gegangen
In den gleichen Einöden?
Haben sich Dir Abgründe
Aufgetan wie mir?

Welch‘ Recht spricht aus Dir
Wenn all‘ dies nie geschah?

Wie kannst Du glauben
Glauben zu wissen
Wie die Luft für mich riecht –
Hast Du sie doch nie
Durch mich gerochen

Ich bitte Dich
Als ein Freund
Doch ernst im Sinne

Wähle mit Achtsamkeit
Was Du gibst aus Deinem Mund
Und was sich setzen darf
In Deine Seele

Denn ein Rat ist nie weiser
Als die Lippen, mit denen er gesprochen

Und wisse –
Ich weiß noch immer
Wie der volle Weizen riecht
Und wo sich Elfen stille treffen
Was hinter dichten Wolken ist

Oft starb ich – doch immer wieder lebe ich
Und quälten mich teuflische Fratzen
Blieb die Liebe verankert

Also beschreite Deinen Weg gewissenhaft –
Und lasse mir den meinen.

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2 Responses to

  1. Lindy says:

    „Kleines Volk“…und so lass bald uns wieder barfuss laufen – wie die Kinder die wir waren – und die wir immer noch sind, in den lichten Winkeln unsrer Seele. Die Kraft erwächst uns aus dem Sanftgespürten unter unsren Füsslein; und sie stärkt uns und nährt uns und hilft uns beizeiten die Flügel entfalten um in die Höhe, die Nähe des Geistes zu reisen, um dann zurückzukehren, und im Baume auszuruhen:)

    Freust Du Dich wie ich aufs Frühjahr?
    Alles Liebe 🙂

    • WeltenPuls says:

      Das ist toll geschrieben 🙂
      Der Frühling war kurz da, nun geht er wieder… schade.

      Liebe Grüße!

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